„Heeressportler“ …

…werden auf der Homepage des Bundesheers folgendermaßen beschrieben:


„Der Bundesheer-Leistungssportler ist ein ausdrücklich in dieser Funktion bestellter Hoffnungs-/Leistungsträger im österreichischen Spitzensport. Seine Aufgabe ist vorrangig die erfolgreiche Teilnahme an internationalen Sportwettkämpfen als Repräsentant Österreichs und die hierzu erforderliche Vorbereitung. Sein positives Erscheinungsbild als Soldat ist dabei ein wertvoller Beitrag für das Image des Bundesheeres im Sinne der umfassenden Landesverteidigung.“

 

 

 

Alle Infos rund um unsere drei Heeressportler 2022 findet ihr hier:

Christoph Pirer  Fabian Weissina Raphael Komeyli-Birjandi

 

 

 

Nachwuchsleiter Daniel Schönet beantwortet Fragen zum Heeressport:

„Spieler, die sich für den Heeressport bewerben, sollten schon einmal bei einer Endrunde einer Europa- oder Weltmeisterschaft im U19- oder Herren-Nationalteam teilgenommen haben, oder in einem aktiven erweiterten Kader sein.

 

Nachdem sich der Spieler mit seinem Coach darüber verständigt hat, muss er bei der Stellung angeben, dass er zum Heeressport möchte. Danach wird er über sein Team beim Verband angemeldet.

 

Die erforderliche Mindesttauglichkeit ist 5, die Entscheidung über die Aufteilung der Spots fällt meist Anfang/Mitte November, der Einrücktermin ist immer Anfang Jänner. Da müssen natürlich auch die Heeressportler den vierwöchigen Grundwehrdienst in der Kaserne leisten.
Die Entscheidung, welche der angemeldeten Spieler die Spots als Heeressportler bekommen, obliegt den Nationalteamcoaches.

 

Wenn ein Bewerber keinen Spot bekommen hat, wird er ganz normal zum Präsenzdienst eingezogen.“, so Daniel Schönet – Nachwuchsleiter und DC der Projekt Spielberg Graz Giants

 

 

 

 

Um hier die Hintergründe genauer zu beleuchten, wurde auch Max Sommer, Headcoach des Herrennationalteams, befragt:

Worum geht es bei der Entscheidung, wie die Spieler, die sich beworben haben, gereiht werden?
Schaut Ihr mehr auf das Potential für die Zukunft oder die Entwicklung in der Vergangenheit?
Oder geht es einfach darum, in welchen Positionen das Nationalteam gerade den größten Bedarf an Spielern hat?

 

„Bei dieser Entscheidung geht es um mehrere Punkte.
Die Nationalteamtrainer von U19 und Herren-Nationalteam erstellen in Absprache dieses genannte Ranking.

Die Reihung basiert auf dem Potential der Spieler für das Nationalteam, natürlich mit einem großen Mehrwert für die Vereine, aber das Heeressportprogramm an sich wurde nicht für die Vereine, sondern de facto für das Nationalteam gegründet.
Darum haben auch, sollte es zu Terminkonflikten kommen, die Termine des Nationalteams absoluten Vorrang.

 

Ich mache dieses Ranking jetzt zum zweiten Mal und stehe oft auch im Austausch mit den Vereinen und, wenn ich sie noch nicht so gut kenne, mit den Spielern selbst. Es geht dabei nicht ausschließlich um das sportliche Talent, sondern wir versuchen da wirklich Nationalteam-Kanditaten für die Zukunft auszuwählen.
Wir alle wissen, dass gerade in diesem Alter Talent nicht der einzige Gradmesser sein kann, es geht auch um das Commitment im Verein: Wie engagiert sind die Jungs, wie regelmäßig sind sie beim Training, wie verbissen und verlässlich sind sie und welchen Trainingseinsatz zeigen sie?

 

Mit der Spielklasse kombiniert fällt dann die Entscheidung eines Rankings, von dem wir glauben, dass es nachhaltig für das Nationalteam den größten Impact hat.”, so Max Sommer – Headcoach des Herrennationalteams.

 

 

 

 

Es ist ganz was Besonderes als Randsportart 8 (!!) Heeressportplätze zu bekommen! In den letzten Jahren waren es immer 6, auch diese Erweiterung zeigt von dem großen Ansehen, das American Football in der Sportpolitik genießt.

 

 

Michael Eschlböck (Präsident des AFBÖ), Vizepräsident für Leistungs- und Spitzensport bei Sport Austria (Interessensvertretung und Serviceorganisation des organisieren Sports in Österreich), ist sehr stolz darauf, dass wir als Randsportart so großes Ansehen genießen und damit so viele Spots zur Verfügung haben“

 

 

 

Fotos: Kunzfeld & Kunzfeld

Max Sommer
Daniel Schönet